Abschied vom „unerfüllten Kinderwunsch“  – und Deinem Leben einen  neuen Sinn geben!

 

Es ist nicht leicht, sich von seinem Traum oder von seinem Herzenswunsch zu verabschieden. Es tut extrem weh und schmerzt.

Ich kann ein Lied davon singen, ich musste mich auch von meinem größten Wunsch, den ich hatte, verabschieden.

Lange habe ich dafür gebraucht, ich habe mich extrem geweigert, ich wollte einfach nicht wahr haben, dass mein Traum nicht in Erfüllung geht.

Ich habe immer gedacht, nein mir kann es nicht passieren, du bist doch eine ganz normale und gesunde Frau, Du wirst auf jeden Fall irgendwann Dein eigenes Kind im Arm halten, was die Ärzte dort sagen, das ist nicht wahr die wollen nur Geld verdienen.

Ich war ja Laie, wenn ein Ultraschall gemacht wurde, habe ich nur schwarz-weiß gesehen und alles verschwommen, o. k. der Arzt hat mir auch was erklärt, aber hallo ich bin doch kein Mediziner.  Er konnte mir viel erzählen.

Als ich mein Ergebnis erfahren habe und das Negativ sich so langsam in meinem Kopf breitmachte, habe ich alles, was an Medikamente hatte, in den Mülleimer geschmissen. Ich war so voller Wut und Trauer.

„Ich war wie gelähmt!“

Ich war wie gelähmt, habe mir die Schuld gegeben, ich habe alles falsch gemacht, in der Zeit so war mein Gedankengang, doch schuld hatte wirklich niemand, es war so und sollte wohl auch sein.

Doch ich musste mich ja auch mit dem Gedanken auseinandersetzen, Abschied zu nehmen vom Wunschkind, ich bin zwar hergegangen und habe mich mit dem Thema „Pflegekind oder auch Adoptivkind“ auseinandergesetzt doch irgendwie konnte ich mich nicht so ganz damit anfreunden.

Ich habe eine Informationsveranstaltung zusammen mit meinem Mann besucht, doch die ganzen Unterlagen und Auflagen, die man hatte, waren echt kompliziert und irgendwie hatte ich auch immer Angst, dass ich das Kind wieder abgeben müsste, wenn wir eins zur Pflege da hätten

Adoption war auch noch ein Thema, doch hier in Deutschland, das ist komplett unmöglich, zu unserer Zeit kamen auf ein Kind ca. 25 Elternpaare, also komplett nicht dran zu glauben.

Auslandsadoption war für uns finanziell, überhaupt nicht absehbar zudem kam der Gedanke, dass es für mich persönlich „Menschenhandel“ ist, bei den Beträgen die verlangt wurden.

Somit musste ich nicht nur den Gedanken „Wunschkind“ verabschieden, sondern auch noch die Alternativen. Es heißt also, kein Kind in unsere Familie.

Ich musste mich von meinem Wunschkind verabschieden!

Es war eine echt harte und aufwühlende Zeit, die mir auch sehr viel Energie und Kraft geraubt hat.

Ich habe lange gebraucht, um überhaupt das Thema „Abschied“ zu akzeptieren, den ich hatte, ja immer noch Hoffnung von Monat zu Monat.

Doch irgendwann habe ich mir gesagt, so kann es nicht weitergehen, du verbrauchst mit dem Thema „Wunschkind“ so viel Energie und Kraft du musst endlich von Deinem Wunschkind Abschied nehmen.

Glaube mir es, war nicht einfach, ich habe viele Tränen vergossen und mir überlegt, wie am besten ich es mache.

Ich habe mir sehr, sehr viele Gedanken gemacht, bevor ich das alles gemacht habe, habe ich aber erst einmal persönlich von meinem Kinderwunsch verabschiedet, ich habe für mich ein Ritual erstellt, ich habe mein Wunschkind imaginär begraben.

Danach habe ich mich damit auseinandergesetzt, wie es eine Zukunft nur mit mir und meinem Mann geben wird, also als kleine Familie. Wie wird es, wenn wir zwei nur in Zweisamkeit leben, wird es anders als jetzt?

 Wie sieht meine Zukunft aus?

Dann habe ich mir überlegt, was möchte ich in Zukunft alles machen, was sind meine Vorstellungen und Wünsche.

Wie sieht es beruflich aus? Wie sieht es privat aus? Welche Vorstellungen hast du?

Ich habe mir eine Collage gebaut mit allen Zielen und Träume was ich gerne noch machen würde, was ich schon gemacht habe, aber immer mit den Gedanken im Hintergrund ohne Kind, auch wenn es wehtat.

Der Schmerz wurde von Tag zu Tag weniger, er ging nicht weg, auch heute spüre ich ihn hier und da, für einen kurzen Moment, aber ich bin der Meinung, es muss so sein, den ich hatte ja auch eine Vorstellung von meinem „Wunschkind“ es hatte Haare, Augen, eine Nase und einen Mund und auch einen Namen, als ich es imaginär begraben habe, habe ich mein „Kind“ begraben, das kann man nicht so einfach vergessen.

Das erste Foto habe ich noch, es war die erste Zelle, die ein Kind darstellt und spricht für alle Behandlungen, die ich gemacht habe.

Heute weiß ich, es war eine harte und auch traurige Zeit, doch sie hat mich gestärkt, sie hat unsere Partnerschaft und Beziehung noch mehr gefestigt und der Zusammenhalt ist sehr schön und stark, sodass ich aus dieser Zeit auch Positives mitnehme.

 

Tipps für mehr Leichtigkeit in Deinem Leben ohne Kind!

 Nun noch 3 Tipps, wie Du Abschied nehmen kannst und mehr Leichtigkeit bekommst!

# Tipp 1: Dein Mann leidet genauso wie auch Du, nehme in den Arm, und wenn es sein muss, weint, schreit einfach drauf los. Lasst Eure Trauer gemeinsam raus.

# Tipp 2: Lege Deine Lieblingsmusik ein, egal ob Hardrock, Klassik oder Pop, wenn es geht, mache sie so laut, wie Du kannst, und singe einfach mit, glaube mir es tut gut einfach mal unbeschwert auf Musik mitzusingen und es wird Dich, entspannen

# Tipp 3: Das ist mein liebster Tipp „nehme Abschied von Deinem Wunschkind“ und begrabe es imaginär dafür habe ich hier eine Audio die Du Dir gerne runterladen kannst:

Ich wünsche Dir eine gute Zeit und nehme Dir zum Abschied so viel Zeit, wie Du brauchst.

Bis dann

Stefanie