Achterbahnfahrt der Gefühle!

 

Kennst Du dass? Es ist Urlaubszeit und das Wetter fährt 8.er Bahn mal Sonnenschein und mal Regenschauer und genau so sind auch die Gefühle.

Man geht in die Kinderwunschklinik mit einem super Gefühl, die Sonne scheint,  der Arzt untersucht Dich und findet, dass alles ok ist und man mit der Behandlung beginnen kann.

Dann gibt der Arzt mir ein Rezept für Hormone und Zäpfchen mit sowie Anweisungen, wann ich mir die erste Spritze setze.

Doch dann kommen gemischte Gefühle auf man freut sich tierisch, dass es endlich losgeht, doch man hat auch ein komisches Gefühl im Bauch, was passiert mit mir, wenn ich die Hormone spritze, der Arzt hat doch von Nebenwirkungen und Überstimulation gesprochen, davon könnte man sterben hat er gesagt. Doch wenn ich es nicht mache, werde ich nicht schwanger. Zwiespalt, es ist so ein komisches Gefühl.   

Der Tag der Behandlung

Traurige FrauDer Tag kommt, wo ich mit der Behandlung beginne mein erster Tag der Periode und los geht es, die erste Spritze wird aus dem Kühlschrank geholt, der Pen sieht aus wie ein Stift, die Dosis wird eingestellt und ab in den Bauch, halt Stopppppppppp ich soll mich in den Bauch oder in meinen Oberschenkel stechen?

Ich soll mir selber Schmerzen zufügen? Nein, Schweißperlen kommen auf meine Stirn und meine Hände sind nass, wie soll ich das anstellen? Mensch bin ich froh, dass mein Mann gerade in der Nähe ist und warum soll ich ihn nicht beteiligen, er möchte doch auch gerne ein Kind haben.

Auch er hat ein seltsames Gefühl, er liebt mich doch, er möchte mir doch nicht wehtun, doch irgendwer muss es doch machen, damit die Eizellen sich entwickeln und wachsen.

Ok, es ist passiert, die erste Spritze macht sich in meinen Körper breit, ab jetzt heißt es jeden Tag um dieselbe Uhrzeit die Spritze geben und alle zwei Tage ab in die Kinderwunschklinik, gut das es Sommer ist und die Sonne morgens schon scheint, dann fährt man mit einem ganz anderen Gefühl 100 km bis zur Kinderwunschklinik.

Was bin ich aufgeregt, der erste Untersuchungstermin nach der Spritze, morgens im Wartezimmer, viele Paare und auch Frauen, alles schweigt. Es ist ein komisches Gefühl, warum spricht niemand, wir haben doch alle das gleiche Problem, doch man ist in sich gekehrt, man macht sich Gedanken, wie ist die Untersuchung, was wird gemacht, wie sieht es aus.

Ach, ne jetzt komme ich dran, erst einmal nur Blutabnahme keine Untersuchung, ach und dafür bin ich so weit gefahren und muss übermorgen wieder kommen.

Wieder so gegen 8 Uhr da sein, mal schauen, was dann passiert.

Viele Gedanken!

Die Fahrt nach Hause ist mit sehr vielen Gedanken übersät, was passiert gerade in mir, wachsen die Eizellen, wie verkraftet es mein Körper, wie wird die Eizellenentnahme, ist das Sperma ok, jetzt nur kein Sex, damit alles gut läuft. Ach ich muss noch einkaufen, doch wo soll ich die Sachen hintun, der Kühlschrank ist doch mit Hormonen voll.

Nicht vergessen Roibus Tee zu kaufen, der soll gut sein für die Einnistung und noch andere schöne Dinge und vergess nicht schön ausruhen, nicht anstrengendes machen. Mein Gedankenkarusell kreist und kreist.

Auf der Arbeit, komme ich etwas zu spät,  gut das meine Teamleiterin Bescheid weiß und auch ein paar enge Kollegen, doch allen das Erzählen nein, das geht nicht, wer weiß was sie von mir denken.

Wie erkläre ich, dass ich übermorgen wieder nach Dortmund zur Kinderwunschklinik muss, ach Mensch es ist kein gutes Gefühl, ich könnte echt schreien.

Oh, was ist das, was ziept da so in meinem Bauch, ach ist mir heute heiß, dabei ist es draußen doch gar nicht so warm. 

Immer diese Tränen

Oh, nein nicht schon wieder, das ist doch nur ein Film warum kommen mir den die Tränen, ich könnte nur heulen,  dabei  ist es doch lustig.

Mein Mann hat sich auch schon beschwert, weil ich so schlecht gelaunt bin, ich wäre nur am rum schimpfen, obwohl es nichts zu schimpfen gibt und in der nächsten Minute ist wieder alles gut.   task-1528004_640

Meine Gefühle fahren gerade echt massiv Achterbahn, dabei bin ich doch erst seit einer Woche am Spritzen,  doch bei meinem Bauch habe ich das Gefühl, er wird immer dicker, meine Stimmung schwankt von Minute zu Minute zu Minute.Mein Bauch sieht aus wie eine Landkarte, den überall sind Blaue Flecke, vom Spritzen.

Morgen ist es wieder soweit, ab nach Dortmund mal schauen, wie weit sich die Eizellen entwickelt haben, vielleicht sagt der Arzt mir ja, wann wir zur Entnahme kommen können. 

Wieder zurück, soweit läuft alles gut, doch die Dosis muss ein wenig erhöht werden,  ach ne wer weiß, wie sich dann mein Gefühlchaos auswirkt.

Ich freue mich, heute treffen wir uns mit den Forumsleuten aus „Wunschkinder.de“  vom  Ordner „Kinderwunschklinik Dortmund“  wir sind gerade zu dritt in Behandlung,  doch leider haben wir uns in der Kinderwunschklinik noch nicht getroffen, das wäre super, dann sitzt man nicht so schweigend im Wartezimmer.

Ich bin mal gespannt, wie es ihnen geht, ob sie auch so ein Gefühlschaos haben. 

Zwei Wochen sind rum!

Jetzt sind es bald zwei Wochen, wo ich mich spritze, mein Bauch sieht aus, als ob ich schwanger bin, meine Stimmung ist katastrophal, ich bin ja nur noch am Weinen, mein Mann tut mir echt leid, er muss die ganzen Stimmungen aushalten, obwohl ein bisschen davon kann er auch abbekommen, den ich möchte ja nicht alleine ein Kind haben.

Ab jetzt heißt es jeden Tag nach Dortmund, Ultraschall und Blutentnahme, jetzt kann es sich nur noch um ein paar Tage handeln, dann ist es so weit und die Eizellen werden entnommen.

Das Gute daran ist, dass mein Mann dann auch endlich dran ist und was dafür tuen kann, außer meine Launen auszuhalten und Spritzen zu geben.

Übermorgen ist es so weit, nun müssen wir die Auslösespritze noch spritzen und dann kann es losgehen, nachmittags ist die Eizellenentnahme, bin ich so aufgeregt, ich könnte nur noch heulen und gleichzeitig lachen.

Der Tag ist gekommen, wäre es doch schon so weit, nein wir sind nachmittags dran.  Was wird passieren, werde ich die Narkose gut vertragen, wie lange wird es dauern?

14 Eizellen

Die Eizellenentnahme ging ohne Probleme, es waren 14 Eizellen. Wahnsinn hoffe, die sind alle gut und entwickeln sich weiter.

So, nun noch ein wenig ausruhen auf der bequemen Liege, mein Mann ist bei mir schön, ich könnte jetzt echt mal heulen,  doch neben mir ist ja noch jemand.  Hoffentlich vertauschen sie die Eizellen nicht.

Wann sollen wir jetzt wieder kommen, der Arzt kommt, er sagt, es ist alles so weit in Ordnung,  wir sollen jetzt mit den HCG Spritzen beginnen, damit der Körper und die Gebärmutter sich drauf einstellen können.

Nein nicht schon wieder eine Spritze.

Wir fahren wieder nach Hause, ab heute bin ich für zwei Wochen krankgeschrieben,  meine Chefin hat es so super aufgenommen, eine besser Chefin und ein besseres Team hätte ich nicht haben können.  Das ist so beruhigend in dieser Zeit, dass ich mir darüber keine Gedanken mehr machen muss.

Heute noch schonen, mein Mann verwöhnt mich, was ist er lieb, macht mir Essen und bedient mich, dabei geht ihm doch auch so vieles durch den Kopf, er spricht nur nicht so viel darüber. 

Doch ich kann es mir denken, er hatte sich ja auch, sehr viel sorgen darum gemacht, ob bei der ganzen Spritzerei alles in Ordnung geht, nicht das sich eine Überstimulation entwickelt.

Der Tag der Eizellenrückführung ist gekommen, wir sind für nachmittags zum Termin bestellt worden, ich kann Dir gar nicht sagen, wie aufgeregt ich war, wie viele Gedanken im meinem Kopf rumkreisten, wie haben sich die Eizellen entwickelt, wie viel kommen zurück zu mir, wie viel sind noch übrig.    fertilized-egg-267976_640

Ach ich war so aufgeregt, ich konnte es ehrlich auch nicht mehr erwarten. Als wir im Sprechzimmer waren, bekamen wir unser Erstes Ultraschall – Foto von unserem „Kind“  es waren 6 Zellen Wahnsinn.

Wir hatten beschlossen drei Eizellen zurück zu bekommen, auf das Risiko waren wir eingestellt, wir wussten, es könnten Zwillinge oder auch Drillinge werden.  Das war für uns aber ok.

Der Arzt meinte, es seien 9 Eizellen befruchtet worden von 14 wow, mit so vielen hatte ich überhaupt nicht gerechnet, mir fiel ein Stein vom Herz. Das heißt, wir hatten  9 Chancen, das hatte mich total beruhigt.

Als die drei Eizellen wieder bei mir waren, traute ich mich noch nicht einmal mehr auf die Toilette, ich hatte Angst sie zu verlieren.

Wir hatten uns vorgenommen noch Essen zu gehen, doch ich war so aufgeregt, dass ich nicht so weit wollte, wer weiß was passiert …

 Eine Fortsetzung gibt es nächste Woche, dann kannst Du lesen wie es weitergegangen ist, schau einfach wieder rein.

Heute habe ich mal keine Tipps für Dich,  aber eine sehr schöne Übung für Dein inneres Kind schenke ich Dir, sie hat mir nach der Kinderwunschbehandlung geholfen, vielleicht hilft sie Dir auch ein wenig.

Dann möchte ich Dich noch ganz herzlich einladen, zu meinem kostenlosen Webinar am 17.08.2016  einladen. 

Im Webinar geht es um „Man hört nie auf, kinderlos zu sein!  Wie Du lernst, mit dem unerfüllten Kinderwunsch umzugehen! 

Dort wirst Du noch einiges erfahren und ich werde eine sehr schöne Übung machen.

Bis nächste Woche zur Fortsetzung meiner Geschichte.

 Liebe Grüße

Stefanie